Die 5 besten Jugendbuecher

  • Zu den zeitlosen Klassikern unter den Jugendbüchern gehört „Krabat“, Otfried Preußlers phantastisches, auf einem alten sorbischen Sagenstoff basierendes Werk über den jungen Krabat, der eine Lehre in einer geheimnisvollen Mühle beginnt und dort nicht nur das Handwerk des Müllers, sondern vor allem das der schwarzen Magie erlernt. Spannend und ergreifend liest sich das in klaren Worten geschilderte Schicksal des jungen Zauberlehrlings, an dem demonstriert wird, dass der Drang nach Freiheit und die Macht der Liebe stets und überall über das Böse triumphieren.
  • Nicht nur ein Buch, sondern gleich zwei erhält der Leser des Buches „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Denn sobald er mit dem jungen Bastian Balthasar Bux die Bibliothek des geheimnisvollen Herrn Koreander betritt und dort ein Exemplar der Unendlichen Geschichte vorfindet, begibt sich der Leser zusammen mit Bastian auf eine zweite Lesereise durch ein Buch im Buch. Die niemals endende Geschichte führt nach Phantasién, in ein Reich, in dem Glücksdrachen und sprechende Schildkröten keine Unmöglichkeit, aber vom Aussterben durch das Nichts bedroht sind. Ende zeigt mit seinem großartigen Roman die identitätsbildende Macht und Kraft der Phantasie und entführt in ein Reich, in dem das Träumen noch nicht an Wichtigkeit verloren hat.
  • Gerade einmal sechzehn Jahre alt war die amerikanische Autorin Susan E. Hinton, als sie ihr berühmtes Jugendbuch „Die Outsider“ schrieb; und vielleicht wirken ihre Protagonisten deshalb so authentisch und lebensecht. Hinton schildert einfühlsam und sozialkritisch die Auseinandersetzungen zwischen zwei rivalisierenden Gangs, die gewalttätigen Ausschreitungen und Probleme, vergisst dabei jedoch nicht, die Menschen hinter den Kulissen zu beleuchten und nach den Ursachen für das Fehlverhalten der Jugendlichen zu suchen. Einprägsam und berührend regt die packende Schilderung der Eskalationen zum Nachdenken über Identität, Cliquenbildung und Gewalt an.
  • Das Problembewusstsein junger und in dieser Altersstufe besonders anfälliger Menschen versucht Hans-Georg Noack durch sein 1971 erschienenes Buch „Trip“ zu schärfen. Der in knappen Worten gehaltene Roman schildert in einer nüchtern formulierten Retrospektive Ereignisse aus dem Leben von Michael und Thomas, zweier normaler Jugendlicher, die zusammen auf die schiefe Bahn geraten; jedoch schafft Michael, aus dessen Perspektive erzählt wird, rechtzeitig den Absprung und muss beobachten, wie sein Freund Thomas mehr und mehr im Drogensumpf versinkt.
  • Aus dem Leben einer Kinderfigur, Jugendroman oder eine schillernde Schelmengeschichte für Erwachsene? Diese Frage stellt sich bei „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“, einem irrwitzigen Prosawerk des Blaubär-Erfinders Walter Moers. Das halbe Leben eines Blaubären, der in seinen verschiedenen Abenteuern auf seltsame und groteske Gestalten wie Haifischmaden oder Gallertprinzen trifft und Karriere als Lügengladiator macht, ist ebenso unterhaltend wie hintergründig gestaltet und nicht nur für Jugendliche eine phantasievolle und spannende Lektüre.